Bundesverband Presse-Grosso e.V.

Medienbericht der Bundesregierung: Pressefreiheit "an der Ladentheke" unverzichtbar

Köln (ots) - Das Presse-Grosso befürwortet die Erklärungen der Bundesregierung in dem Medien- und Kommunikationsbericht 2008 zum Stellenwert von Zeitungen und Zeitschriften als unverzichtbare Leitmedien für die Demokratie sowie zur Bedeutung der Presse- und Meinungsfreiheit "an der Ladentheke". Der Pressegroßhandel unterstützt u.a. die "Nationale Initiative Printmedien" von Kulturstaatsminister Bernd Neumann zur Förderung der Bildung und Meinungsvielfalt. Der Bundesverband Presse-Grosso begrüßt ausdrücklich die Ausführungen der Bundesregierung zum verlagsunabhängigen Grosso-Vertriebssystem sowie zu der "Gemeinsamen Erklärung" der Verlegerverbände und des Presse-Grosso.

In dem am 17. Dezember 2008 veröffentlichten Medien- und Kommunikationsbericht hatte die Bundesregierung die Funktion des überwiegend verlagsneutral ausgestalteten Presse-Grosso als Garant für die Presse- und Meinungsvielfalt "an der Ladentheke" erneut ausdrücklich bestätigt. Die "Gemeinsame Erklärung" der Verlegerverbände und des Grosso-Verbandes zum Grosso-Vertriebssystem vom 19.08.2004 sei ein gutes Beispiel funktionierender Selbstverpflichtung im Medienbereich. Die Bundesregierung gehe davon aus, dass die "privatwirtschaftliche Selbstverpflichtung zur Vielfaltssicherung" auch in Zukunft die Grundlage der Zusammenarbeit von Verlegern und Grossisten bleibe.

Der Grosso-Verband hält die von der Bundesregierung in dem aktuellen Medienbericht empfohlene Ergänzung der "Gemeinsamen Erklärung" durch eine Vereinbarung über ein Verfahren zur Schlichtung von Meinungsverschiedenheiten für dringend erforderlich. Die Verlegerverbände und der Grosso-Verband sind durch die Bundesregierung konkret aufgefordert, die gemeinsame Verantwortung für den Vertriebsmarkt durch praxisrelevante "Ausführungsregelungen" zu qualifizieren. Das Presse-Grosso ist für entsprechende Gespräche offen und hat die Bildung eines Runden Tisches, bestehend aus Repräsentanten von Großverlagen, Verlagen mit kleinen und mittleren Auflagen und dem Presse-Grosso, vorgeschlagen.

Aktueller Hintergrund sind Erklärungen und Aktivitäten insbesondere der Bauer Media Group, die das effiziente Grosso-Vertriebssystem und die Leistungsstärke des Presse-Grosso in Frage stellen. Der Bauer-Verlag sprach im Oktober 2008 Grosso-Unternehmen in Elmshorn und Stade willkürlich die Kündigung aus und bereitet in diesen Vertriebsgebieten einen Parallelvertrieb durch die verlagseigene Vertriebstochter Pressevertrieb Nord mit Sitz in Hamburg vor. Durch einen Ausstieg marktbeherrschender Verlage sind der freie Marktzutritt und die Auslieferung anderer Verlage gefährdet.

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