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Rheinische Post: Vorsicht bei "Elena"

Düsseldorf (ots)

Von Michael Bröcker
Elena betrifft fast alle Arbeitnehmer. Genau deshalb muss der 
elektronische Einkommensnachweis (Kurzform "Elena"), den die 
Bundesregierung nun auf den Weg bringen will, alle Bedenken der 
Datenschützer aufnehmen und ausräumen.
Wenn Arbeitgeber künftig jeden Monat sämtliche relevanten Daten ihrer
Angestellten, vom Weihnachtsgeld über die Gehaltserhöhung bis zur 
Sonderzulage, an eine zentrale Datenbank senden, sollte diese besser 
gut geschützt sein. Was Unbefugte mit brisanten Arbeitnehmer-Daten 
anfangen könnten, mögen sich die Datenschützer gar nicht erst 
ausmalen. Gerade erst sorgte eine Software-Panne dafür, dass die 
Meldedaten von 15 deutschen Kommunen monatelang im Internet frei 
verfügbar waren. Adressen, Passbilder und Religionszugehörigkeit von 
500 000 Bürgern waren für Jedermann einsehbar.
Dass sich die Regierenden nicht ohne ausreichende Tests und ein 
lückenloses Kontrollsystem der Informationswirtschaft ausliefern 
sollten, haben schon die Fehler bei der Einführung des 
Lkw-Mautsystems und den Plänen zur elektronischen Gesundheitskarte 
gezeigt. Sicher, jeder Arbeitnehmer freut sich über einen schnellen 
Bescheid über das beantragte Eltern- oder Wohngeld. Noch mehr freut 
er sich aber über vertraulich behandelte Daten. Restzweifel darf es 
nicht geben.

Pressekontakt:

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Telefon: (0211) 505-2303

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