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Mittelbayerische Zeitung: Kommentar zum Hausärztemangel

Regensburg (ots) - von Louisa Knobloch, MZ

In vielen ländlichen Regionen ist der Ärztemangel schon heute Realität. Daher ist es gut, dass die Politik die Allgemeinmedizin stärken will. Reformen im Studium können hier aber nur ein Anfang sein. Medizinstudenten eignen sich in den sechs Jahren an der Universität unglaublich viel Fachwissen an. Die ärztliche Praxis - etwa, wie man ein Patientengespräch führt -, kommt dabei leider bislang oft zu kurz. Das könnten die Studenten besser üben, wenn sie künftig einen Teil ihres Praktischen Jahres in der Allgemeinmedizin absolvieren müssten. Allerdings sind es oft andere Dinge, die Studenten abhalten, Hausarzt zu werden - etwa die überbordende Bürokratie oder die Sorge, auf dem Land als Einzelkämpfer Tag und Nacht für die Patienten erreichbar sein zu müssen. Positive Veränderungen der Arbeitsbedingungen dürften daher mehr Erfolg haben als eine Reform des Studiums.

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