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Mittelbayerische Zeitung: Kommentar von Christian Kucznierz zu Luxemburg-Leaks

Regensburg (ots) - Der Klassiker für alle, die sich selbst durch ihre Steuererklärungen wühlen, heißt "1000 ganz legale Steuertricks". Aber was sich damit ausrichten lässt, ist nicht vergleichbar mit den Steuertricks der mulitnationalen Unternehmen - die aber wohl gleichfalls legal waren. Zumindest für die Luxemburger. Dass deren einstiger Regierungschef heute Kommissionspräsident ist, erscheint auf den ersten Blick anrüchig. Es liegen noch zu wenig Fakten auf dem Tisch, um von einer sicheren Verstrickung Jean-Claude Junckers auszugehen. Geklärt werden muss es in jedem Fall. Wichtiger für den Moment aber ist, dass die Tricksereien der Großunternehmen unterbunden werden. Zwar steigen die Steuereinnahmen insgesamt, aber in den kommenden drei Jahren gehen dem Staat nach neuester Schätzung 21 Milliarden Euro ab. Geld, mit dem Straßen saniert oder Kitas gebaut und verbessert werden könnten. Die "legalen Steuertricks" des Autoren Konz mögen eine Genugtuung für Otto Normalverbraucher sein, endlich mal kleine Vorteile für sich herausgeholt zu haben. Doch da geht es um sprichwörtliche Peanuts. Unsummen am Staat vorbei zu schleusen ist ein Vergehen an der Allgemeinheit.

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