Münchener Verein Versicherungsgruppe

Mehr Geld für die Pflege - so die Forderung beim Deutschen Assekuranz Pflege Forum des Münchener Verein u.a. mit Dr. Norbert Blüm, Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml und Claus Fussek

Rund 300 Teilnehmer aus der Versicherungsbranche reisten aus allen Teilen der Republik zum Deutschen Assekuranz Pflege Forum nach München. Weiterer Text über OTS und www.presseportal.de/pm/60945 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/MÜNCHENER VEREIN ...

München (ots) - Beim Deutschen Assekuranz Pflege Forum des Münchener Verein am 18. September 2014 in München diskutierten Dr. Norbert Blüm und die bayerische Staatsministerin für Gesundheit und Pflege Melanie Huml als Politikvertreter mit Branchenexperten wie Claus Fussek über aktuelle und kreative Ansätze, wie Pflege zukunftsfähiger gestaltet werden kann. Über eines waren sich die Referenten einig: Es muss mehr Geld in die Pflege! Wie das gehen kann, wurde bei der Podiumsdiskussion erläutert und aktuelle Reformbestrebungen der Politik, die notwendige Entbürokratisierung in Pflegeeinrichtungen und Unterstützung der Pflegenden sowie eine verantwortungsvolle Vorsorgeberatung ebenso wie kreative Vorschläge aus dem Auditorium diskutiert.

"Insgesamt muss der Mensch, der gepflegt wird, der pflegt und der für die Pflege vorsorgt, mehr Wertschätzung erfahren. Und das kostet schlichtweg mehr Geld. Es muss also mehr Geld in das Pflegesystem", resümiert Dr. Rainer Reitzler, Vorstandsvorsitzender des Veranstalters Münchener Verein.

Mehr Generationengerechtigkeit durch politische Reformen

Durch die demografische Entwicklung ist das Solidaritätsprinzip der Sozialversicherung aus der Balance geraten - die Alterung der Gesellschaft führt zu einer steigenden Anzahl an Pflegebedürftigen, die bereits heute ca. 3 Millionen beträgt.

Daher warb die Staatsministerin im Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege, Melanie Huml, beim Forum für eine schnelle Umsetzung der ersten Stufe der Pflegereform zum 1.1.2015, die u.a. für alle Pflegebedürftigen Leistungsverbesserungen bringt. "Mit dem Vorsorgefonds federn wir die demografische Entwicklung ab und machen die Pflegeversicherung zukunftsfähiger", so Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml.

Referent und Bundesminister a. D. Dr. Norbert Blüm brachte vor 20 Jahren die Pflegeversicherung auf den Weg und zeigte sich mit deren Entwicklung weniger zufrieden. "Als wir 1995 die Pflegeversicherung als fünfte Säule der Sozialversicherung einführten, gab es in Deutschland rund 1,5 Mio. Pflegefälle und noch ein sehr ausbaufähiges Netz an ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen. Heute ist die Politik mehr gefordert denn je, weil ein finanzieller Basisschutz allein nicht ausreicht, den Anforderungen einer verantwortungsbewussten Sozialpolitik gerecht zu werden", so Dr. Norbert Blüm. Er plädierte für mehr Solidarität in der Gesellschaft, kreative Lösungen zwischen "allein daheim und ab ins Heim" und sieht die Zukunft der Pflegeversicherung auch in der Ergänzung durch private Vorsorge.

Mehr Privatvorsorge durch verantwortungsvolle Kundenberatung

Obwohl das Pflegefallrisiko in unserer alternden Gesellschaft sehr hoch ist, ist die Abdeckung dieses Risikos durch private Vorsorge bisher niedrig. Die Versicherungswirtschaft ist gefordert, bedarfsgerechte Vorsorgelösungen anzubieten. Vermittler haben die Aufgabe, die Kunden über die gesetzliche Vorsorge aufzuklären, Lücken aufzuzeigen und das passende Angebot zu finden. Darin besteht auch ein großes Geschäftspotenzial. Der Moderator der Veranstaltung Dr. Marc Surminski appellierte dabei an die rund 300 Teilnehmer: "Es gilt, dieses Potenzial verantwortungsvoll und erfolgreich zu erschließen." Der Schlüssel dazu ist Wissen über die Zielgruppe und den Markt. Doch das vielfältige deutsche Pflegesystem mit Pflegepflicht-, Förder- und rein privater Pflegeversicherung in Tagegeld- oder Rentenform ist für Kunden wie für Vermittler unübersichtlich. Orientierungshilfen bieten verschiedene Ratings und Testergebnisse.

Mehr Vermittler-Augenmerk auf Produktbedingungen und emotionale Kundenansprache

Die Komplexität der Pflegeabsicherung und Marktvielfalt durch allein derzeit rund 100 Pflegetagegeldtarife von 33 Anbietern bedeutet für Vermittler nicht nur eine Pflegelücke beim Kunden aufzuzeigen und zu schließen. Durch Leistungsoptionen wie ambulante oder stationäre Pflege, mit oder ohne staatliche Förderung und Beitragsbefreiung etc. sind es bis zu sieben Lücken. Joachim Geiberger, Inhaber und Vorsitzender der MORGEN&MORGEN GmbH konstatierte, dass sich zwar im Laufe der Ratinghistorie das Qualitätsniveau der angebotenen Tarife deutlich verbessert hat, jedoch noch kein Generalschlüssel zur bedarfsorientierten Pflegeberatung gefunden ist. Am Beispiel der mit 5 Sternen ausgezeichneten Deutschen PrivatPflege, machte der Ratingexperte deutlich, dass Vermittler bei der Produktauswahl insbesondere auf Details in den Bedingungen und auf attraktive Assistanceleistungen achten sollten.

Für die konkrete Kundenberatung ist es wichtig, sich auf die Besonderheiten der Generation 50Plus einzustellen. Wie dies erfolgreich gelingt, stellte Motivationstrainer und Vermittler Matthias Ramge mit einem Ansatz für mehr Verkaufsemotionalität vor. Dabei gab er besondere Tipps zu Zugangswegen und zur emotionalen Kundenansprache z.B. durch MDK-Bescheide, appellierte aber ebenso an eine möglichst positive Grundhaltung des Vermittlers beim Thema Pflege.

"Für Makler ist es sehr schwer, das wichtige Thema Pflege angemessen zu platzieren, weil die Kunden die Dringlichkeit häufig verdrängen. Hier sollte sich der gesamte Vertrieb weiter dafür einsetzen, die Makler bestmöglich zu unterstützen. Der Makler braucht ein gutes Produkt und einfache Hilfsmittel, die ihm den Gesprächseinstieg erleichtern und den Kunden für eine gute Beratung empfänglich machen", so Christine Liebenow, Abteilungsleiterin Krankenversicherung & Geschäftsentwicklung Kompetenzcenter der Fonds Finanz Maklerservice GmbH. Teilnehmer Jörg Weynert, Geschäftsführer der HANSE-ALLRISK Versicherungsmakler GmbH, führte hinzu: "Spannend fand ich zu hören, wie sich der Münchener Verein im Pflegemarkt sieht, denn bei uns ist Pflege derzeit der Münchener Verein. Die Veranstaltung hat mich bestätigt in dem, was ich täglich tue."

Mehr Menschlichkeit mit weniger Checklisten in Pflegeeinrichtungen

Niemand will schlechte Pflege, niemand möchte im Akkord gepflegt werden. Doch immer wieder kommen Berichte von menschenunwürdigen Lebens- und Arbeitsbedingungen in Pflegeeinrichtungen ans Licht. Der Pflegeexperte Claus Fussek machte für mehr Qualität in der Altenpflege eine ganz "einfache" Rechnung auf: "Zufriedene Pflegekräfte bedeuten zufriedene Pflegebedürftige und Angehörige." Und das geht mit Wertschätzung und mehr Personal! Um auch die von Fussek angeführten notwendigen Personalmaßnahmen wie z.B. regelmäßige Fort- und Weiterbildungen, Gesundheitsförderung durchführen und ein angstfreies Arbeitsklima und Hospizkultur zu erreichen, braucht es Ressourcen. Der geschäftsführende Gesellschafter der Pflegeheimgruppe Charleston Holding GmbH Norbert Dietz hält dagegen, dass Ressourcen durch zahlreiche Vorschriften zur regelbezogenen Aufgabenerfüllung und enorme Dokumentationsaufwände aufgebraucht werden. Er gewährte mit seinem Vortrag Einblicke in die Rahmenbedingungen des Unternehmens Pflegeheim und fordert Politik und Wirtschaft zur Entbürokratisierung auf.

Informationen zum Veranstalter Münchener Verein

Der Ursprung der Versicherungsgruppe wurzelt in der genossenschaftlichen Idee, eine wirtschaftliche Selbsthilfeeinrichtung für das Handwerk und Gewerbe zu schaffen. Den Anfang machte die Gründung der Münchener Verein Krankenversicherung a.G. als Versicherungsanstalt des Bayerischen Gewerbebundes 1922. Heute ist der Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit in den Sparten Krankenversicherung, Lebensversicherung und Allgemeine Versicherung aktiv.

Auf dem Gebiet der privaten Pflegevorsorge engagiert sich das Unternehmen bereits seit 1986 und baute in den letzten Jahren erfolgreich die Positionierung in dem Wachstumssegment mit dem leistungsstarken und bedarfsorientierten Angebotskonzept der Deutschen PrivatPflege weiter aus, die 2013 ein Plus von über 30 % zum Vorjahr erzielte. Wenn es um die Vermittlung von privaten Pflegeversicherungen geht, steht der Münchener Verein in der Gunst der unabhängigen Vermittler auf Platz 3, so eine aktuelle Umfrage von Asscompact Trends II/2014. Weitere Auszeichnungen des Unternehmens sind der "Deutsche Servicepreis 2014" sowie "Versicherer des Jahres 2014" des Deutschen Instituts für Servicequalität (DISQ).

Weitere Informationen zum Unternehmen unter www.muenchener-verein.de

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