Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft

Sensoren, Elektronik, Mikrofasern:
Innovationen machen Schutzausrüstungen sicherer, komfortabel und immer beliebter

Bad Ischl (ots) - Persönliche Schutzausrüstungen, PSA, entwickeln sich immer weiter. Innovationen in diesem Bereich sorgen für mehr Sicherheit, ermöglichen damit auch neue Einsätze und machen das Tragen der Ausrüstung komfortabler. In Bad Ischl betonte die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft auf einer gemeinsamen Konferenz am 30. Oktober 2008 mit der AUVA, der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt Österreichs, die Bedeutung der PSA. Bei Gefahren, die sich durch technische oder organisatorische Maßnahmen am Arbeitsplatz nicht abwenden lassen, müssen PSA für die Sicherheit der Beschäftigten eingesetzt werden.

Ein deutsches Familienunternehmen stellte neue Schutzkleidung mit Doppelfunktion vor: Ein Hemd mit hohem Schutzfaktor gegen UV-Strahlung und gleichzeitig reflektierenden Leuchtstreifen. "Besonders geeignet ist diese Arbeitskleidung z.B. für Straßenbauer", sagte Karl-Heinz Noetel, Leiter der Prävention bei der BG BAU. Noch sei Sonnenschutzkleidung eine weitgehend freiwillige Angelegenheit. Doch Noetel rechnet damit, dass die Europäische Union in der Zukunft eine neue Einstufung vornehmen wird. Dann müssten die Arbeitgeber dafür sorgen, dass die Beschäftigten z.B. durch geeignete Schutzkleidung vor UV-Strahlung geschützt werden.

Die BG BAU stellte neue, gemeinsam mit Herstellern und dem Gerüstbauverband entwickelte Auffangsysteme mit integriertem Falldämpfer für den Gerüstbau vor.Grund: Gerade im Gerüstbaugewerbe ereignen sich immer wieder Absturzunfälle mit schweren und tödlichen Verletzungen. Hier können die PSA schwere Folgen bei Abstürzen verhindern.

Die Sichtbarkeit der Beschäftigten beispielsweise im Tunnelbau wird durch einen selbst leuchtenden Helm erhöht. Bei einem ebenfalls neu entwickelten Helm kann abgelesen werden, wie weit der Alterungsprozess des Materials fortgeschritten ist und wann ein neuer Helm fällig wird. "Schutzausrüstungen müssen von den Beschäftigten in jeder Risikosituation genutzt werden, deshalb spielen auch Tragekomfort und Handhabung eine wichtige Rolle", betonte Noetel.

Auf großes Interesse bei den 150 Sicherheitsexperten, Arbeitsmedizinern und Medienvertretern traf eine neu entwickelte Feuerwehrkleidung. In die neue Jacke sind Sensoren und elektronische Einheiten integriert. Damit wird die physische Belastung der Feuerwehrmänner ständig gemessen, z.B. Herzrate oder Sauerstoffsättigung. Gleichzeitig liefert die Jacke Daten über die Umwelt. Bedrohliche Situationen für den Feuerwehrmann können so rechtzeitig erkannt werden. Die Jacke setzt automatisch Meldungen ab, mit denen die anderen Teammitglieder gewarnt werden.

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