Bundesvereinigung Lebenshilfe

Lebenshilfe appelliert an den Bundestag, das Schwangerschaftskonfliktgesetz zu verbessern

Marburg (ots) - Unmittelbar vor der ersten Beratung über Änderungen im Schwangerschaftskonfliktgesetz am morgigen Donnerstag hat sich die Bundesvereinigung Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung an alle Bundestagsabgeordneten gewandt. In einem vom Bundesvorsitzenden Robert Antretter und seiner Stellvertreterin Prof. Dr. med. Jeanne Nicklas-Faust unterschriebenen Brief appelliert die Lebenshilfe an die Parlamentarier, den Zugang zur psychosozialen Beratung für Schwangere zu erleichtern. Denn der unsägliche Abtreibungsautomatismus bei behinderten Kindern entspricht nicht der Absicht, die der Gesetzgeber mit dem Wegfall der embryopathischen Indikation verfolgt hat.

Durch Korrekturen im Schwangerschaftskonfliktgesetz wären Verbesserungen möglich, die seit Jahren Forderungen der Lebenshilfe sind. So sollen Ärzte vor einer Spätabtreibung zu einer umfassenden Beratung verpflichtet werden. Schwangere sollen zudem eine dreitägige Bedenkzeit erhalten, bevor sie über einen Abbruch und damit über Leben oder Tod ihres Kindes entscheiden müssen. In dem Schreiben an die Abgeordneten heißt es: "Die Lebenshilfe steht für die Erfahrung von mehreren hunderttausend Familien, dass ein glückendes Leben mit Behinderung möglich ist. Dies wahrzunehmen und für sich als Möglichkeit zu entdecken, braucht Raum und manchmal etwas Zeit."

Der Brief an die Bundestagsabgeordneten steht als Download unter www.lebenshilfe.de (Rubrik "Presse")

Pressekontakt:

Peer Brocke
Bundesvereinigung Lebenshilfe
für Menschen mit geistiger Behinderung e.V.
Raiffeisenstraße 18, 35043 Marburg
Telefon 06421/491-129, E-Mail: presse@lebenshilfe.de

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