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Neues Deutschland: zur Rüttgers-Reise in die USA

    Berlin (ots) - Man sagt, dass Jürgen Rüttgers nicht unbedingt ein Karnevals-Fan ist. Zur gestrigen Weiberfastnacht allerdings galt er allen Närrinnen und Narren als entschuldigt. Vermutlich hätten sie ihm sowieso nicht die Krawatte gekürzt. Rüttgers ist schließlich Arbeiterführer. Nimmt am ersten Schultag gern mal höchstselbst ein Migrantenkind bei der Hand. Hat sich beim Arbeitslosengeld I für ältere Arbeitnehmer offen gegen die Kanzlerin aus der eigenen CDU und deren Vize von der SPD gestellt. Dass der NRW-Regierungschef jetzt seine drei tollen Tage hinterm großen Teich erlebt, wo er gegen US-amerikanische Konzernwillkür und für den Erhalt deutscher Arbeitsplätze kämpft, dürfte seinen Ruf als Kümmerer nur weiter stärken. Rüttgers sorgt sich um die ihm Anvertrauten, ist die Botschaft aus Detroit. Bei jedem Handschlag in der Zentrale von General Motors, bei jedem Ausstellungsbesuch sind die Bochumer Opelianer via TV dabei. Sehen ihn mit wehendem Mantel - ernst, nachdenklich, entschlossen. Was er mitzuteilen hat, ist freilich eher kümmerlich: Noch ist nichts beschlossen. So viel hätte er notfalls auch daheim erfahren und verkünden können. Das kommt aber beim Wähler nicht so gut an wie ein Trip in die Höhle des Löwen. Soviel hat der CDU-Ministerpräsident  in der einstigen sozialdemokratischen Hochburg am Rhein schließlich von SPD-Ex-Kanzler Schröder und dessen Faschingstreiben bei Holzmann gelernt. Büttenreden ziehen. Zur Fastenzeit wird abgetaucht.

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