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Neue OZ: Kommentar zu Motorsport
Formel 1

Osnabrück (ots) - Triumph eines Sympathieträgers

Am Ende war es ein Sieg der Gerechtigkeit - wenn es so etwas gibt im Sport. Sebastian Vettel hat die Königsklasse des Motorsports in den vergangenen acht Monaten beherrscht, deswegen ist er nicht nur ein würdiger Titel-, sondern auch ein bedeutender Sympathieträger des deutschen Sports. Hinter der Formel 1 liegt eine turbulente Saison, die viel zu bieten hatte und offensichtlich die zahlreichen Skandale der zurückliegenden Jahre abgeschüttelt hat. In einigen Dingen gibt es noch Klärungsbedarf - etwa im Umgang mit der Stallregie. Vettels Rivalen von Ferrari haben sie angewendet und sich damit seinerzeit in Hockenheim einen veritablen Vorteil verschafft.

Vettels Team hat nicht zu diesem fragwürdigen Mittel gegriffen. Die Gelegenheit dazu war da, doch die Verantwortlichen setzten konsequent auf das freie Spiel der Kräfte. Im Gesamtzusammenhang von Hightech und High Speed hat sich Fair Play durchgesetzt. Das ist außergewöhnlich und wertet den am Ende unerwarteten Titelgewinn Vettels sogar auf. Also darf die Autonation Deutschland stolz sein. Nicht nur auf die steigenden Absatzzahlen der Hersteller, sondern insbesondere auf den neuen Regenten der Vollgasbranche. Ein Vorgänger Vettels hat übrigens angekündigt, dass bald wieder mit ihm zu rechnen sei. Mit Verlaub: Wir rechnen nicht mit Michael Schumacher.

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