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Neue OZ: Kommentar zu Musik
Oper

Osnabrück (ots) - Die Staatsoper rüstet auf

Die Staatsoper Unter den Linden wird nicht nur saniert: Sie rüstet auf. 300 Vorstellungen pro Jahr: Das heißt, es wird, abgesehen von ein paar Wochen Theaterferien, kaum einen vorstellungsfreien Abend geben. Und das in einer Stadt, in der ja bekanntermaßen drei Opernhäuser um Aufmerksamkeit und Publikum buhlen.

Dabei ist die Staatsoper ohnehin mehr als prima inter pares im Konzert der Berliner Musiktheaterbühnen. Sie hat sich die Position der Leitwölfin erkämpft: dank des charismatischen Daniel Barenboim und dank einer Spielplanpolitik, die den Schulterschluss mit dem Boulevard nicht scheute, indem Regiefremdlinge Dörrie und Eichinger inszenieren durften oder Stars wie Netrebko und Villazón ans Haus geholt wurden.

Die Komische Oper ist damit in der Vergangenheit ganz gut klargekommen und kann sich in den kommenden drei Jahren als Opernhaus im Herzen Berlin zusätzlich profilieren. Dem Sorgenkind Deutsche Oper aber sitzt ab nächster Spielzeit der Leitwolf direkt vor der Nase - höchste Zeit für das größte der drei Berliner Opernhäuser, mit Biss ums Publikum zu kämpfen. Sonst reklamiert der neue Nachbar die begehrte Beute für sich - und nimmt sie nach drei Jahren womöglich mit ins renovierte Heim.

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