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Neue OZ: Kommentar zu Koalition

Osnabrück (ots) - Zu wenig Teamgeist

Schon ist von einem Bruch der Regierung die Rede, von möglichen Neuwahlen und einer dann folgenden Großen Koalition. Zwar haben sich CDU, CSU und FDP mit ihrem milliardenschweren Sparpaket als handlungsfähig erwiesen - dennoch: Das Erscheinungsbild der drei Bündnispartner in der Öffentlichkeit ist desaströs.

Zu allem Überfluss kommen noch Querschüsse verschiedener Landespolitiker dazu. Dieser Kurs lässt die Bundesregierung wenig attraktiv erscheinen und führt zu katastrophalen Umfragewerten. Die Zahlen belegen: Angela Merkel hat mehr als nur ein Vermittlungsproblem. Ihr gelingt es nach wie vor nicht, die aufgeheizte Stimmung zwischen den Streithähnen vor allem in FDP und CSU abzukühlen und das Koalitionsklima auf eine angenehme Betriebstemperatur zu bringen.

Dabei ist bekannt, was auch außerhalb der Fußballstadien gilt: Nur Einigkeit und Teamgeist machen eine Mannschaft stark. Daran aber mangelt es der Koalition momentan ebenso wie an einem klaren Kurs. Es ist eine Klage, die bereits anhält, seit die Regierung im Oktober 2009 gestartet ist.

Nur wenn es gelingt, Vertrauen zurückzugewinnen, tragen die Bürger auch Einschnitte mit, die zwar unpopulär, wegen der riesigen Staatsverschuldung aber zwingend geboten sind.

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