Alle Storys
Folgen
Keine Story von Neue Osnabrücker Zeitung mehr verpassen.

Neue Osnabrücker Zeitung

Neue OZ: Kommentar zu EU
Euro

Osnabrück (ots)

Nerven nicht verlieren

Eine Krise, die Griechen wissen es am besten, markiert einen Scheideweg: Entweder die Chance auf Erneuerung wird ergriffen, oder die Katastrophe kommt. Letzteres wird bei den Rettungsversuchen des Euro umso wahrscheinlicher, je länger Deutschland und Frankreich ihrer Aufgabe als Führungsnationen nicht gerecht werden.

Drohte Präsident Sarkozy gar mit einem Ausstieg aus der Gemeinschaftswährung, wäre das unverantwortlich. Da helfen dann auch keine schwachen Dementis, da allein Gerüchte von dieser Dimension eine eigene Sprengkraft entwickeln. Ebenso kontraproduktiv sind Mahnungen von Deutsche-Bank-Chef Ackermann, Griechenland werde die Schuldenkrise nicht lösen können. Natürlich gibt es berechtigte Zweifel an der Leistungsfähigkeit von Athens Politik und Wirtschaft. Doch wer den Untergang wie Ackermann beschwört, wird ihn auch erhalten. Die Skepsis der internationalen Märkte wird dadurch nur vergrößert und das Ziel verfehlt, das Vertrauen der Bürger und Finanzakteure in die Gemeinschaftswährung zurückzugewinnen. Dazu bedarf es konkreter Schritte zum Schuldenabbau in den betroffenen Staaten in Südeuropa. Dabei müsste Deutschland eine Führungsrolle als Kontrolleur zukommen. Zudem wird eine glaubwürdige Strategie für Wachstum und Beschäftigung in Europa benötigt. Es gibt keinen Anlass, die Nerven zu verlieren. Ein schwächelnder Euro ist noch lange kein schwacher Euro.

Pressekontakt:

Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: 0541/310 207

Original-Content von: Neue Osnabrücker Zeitung, übermittelt durch news aktuell

Weitere Storys: Neue Osnabrücker Zeitung
Weitere Storys: Neue Osnabrücker Zeitung
  • 14.05.2010 – 22:00

    Neue OZ: Kommentar zu Finanzen / Kommunen

    Osnabrück (ots) - Kleinste Einheit mit größten Problemen Die oft zitierte soziale Kälte ist derzeit zum Greifen nahe, zum Beispiel in städtischen Schwimmbädern. Fühlbar kühler schwappt das nur sparsam beheizte Wasser. Fühlbar eisiger scheint plötzlich auch der Wind zu wehen angesichts des Brandbriefs vom Städtetag. Dickstes Defizit seit Bestehen der Bundesrepublik, Kollaps, Handlungsunfähigkeit: Die größte ...

  • 14.05.2010 – 22:00

    Neue OZ: Kommentar zu junge Mütter

    Osnabrück (ots) - Das soziale Umfeld ist wichtig In Niedersachsen leben überdurchschnittlich viele junge Mütter. Allein diese Tatsache ist nicht besorgniserregend: Eine 40-Jährige kann ebenso mit einem Kind überfordert sein wie eine 16-Jährige. Entscheidend sind vielmehr andere Faktoren, etwa die Motivation für ein Kind. Wenn etwa eine junge Frau versucht, mit einem Baby die heile Familie zu erzwingen, die sie nie ...

  • 14.05.2010 – 22:00

    Neue OZ: Kommentar zu Thailand / Konflikte

    Osnabrück (ots) - Warten auf den König Thailand steht unmittelbar vor einem Bürgerkrieg. Immer neue Meldungen von Toten und Verletzten lassen keinen anderen Schluss zu. Weder die aufständischen Rothemden noch die Militärs mit Ministerpräsident Abhisit Vejjajiva sind offensichtlich in der Lage, die Macht an sich zu reißen. Das Land droht in einer langjährigen, blutigen Auseinandersetzung zu versinken. In ...