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Neue OZ: Kommentar zu Musik
Maazel

Osnabrück (ots) - Auf Prestige gesetzt München holt Maazel. Das ist ein Signal für höchste Ansprüche - und gegen den Trend zu blutjungen Himmelsstürmern wie Gustavo Dudamel und Daniel Harding. München setzt auf Prestige, weniger auf Wagnis, stellt Erfahrung über Aufbruch. Das muss zunächst kein Fehler sein. Die missliche Kontroverse um Christian Thielemann hat dem Ruf der Musikstadt München nicht gutgetan. Nun wird der Schaden mehr als repariert. Allein die Zusage Maazels stellt München das beste Zeugnis aus. Darum geht es derzeit - auch mit Blick auf die Erwartungen eines mit den Philharmonikern eng verbundenen Publikums. Zukunftsfragen werden hingegen aufgeschoben. Als Kulturritual steckt das Sinfoniekonzert in der Krise. Innovationen sind gefordert. Die wird Maazel nicht liefern können. Er steht für den Glanz der Klassikwelt - im Zustand seines allmählichen Verblassens. Pressekontakt: Neue Osnabrücker Zeitung Redaktion Telefon: 0541/310 207 Original-Content von: Neue Osnabrücker Zeitung, übermittelt durch news aktuell

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