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Neue OZ: Westerwelle, der ewige Wahlkämpfer

    Osnabrück (ots) - Aufgewacht! Vernichtende Kritiken und ein Umfrage-Sinkflug haben die FDP aus Blütenträumen gerissen. Nahezu panisch stellen die Liberalen dazu fest, dass Jürgen Rüttgers, der selbst ernannte CDU-Arbeiterführer an Rhein und Ruhr, die erste schwarz-grüne Koalition in einem Flächenland zusammenzimmern könnte. Jetzt haben die Siegestrunkenen einen Kater.

    Nordrhein-Westfalen würde nach Hamburg das nächste Bundesland mit dieser Farbkonstellation werden. Was die FDP dabei so reizt: Anders als die CDU hat sie keine zweite Machtoption - durch markigen Auftritt versucht sie, diese Schwäche zu kaschieren.

    Nach außen nimmt die FDP die Flirts zwar gelassen und spricht vom "besten Wählerbeschaffungsprogramm für die FDP". Intern hat Parteichef Guido Westerwelle, in den ersten 100 Tagen seiner Amtszeit als Außenminister weltweit auf Tour, die Rolle schon gewechselt. Er muss wieder ran, der ewige Wahlkämpfer. Schneller als ihm lieb ist.

    Während er als Vizekanzler in China und anderswo Politik machte, haben sich - avanti Dilettanti - Landespolitiker wie Andreas Pinkwart der Liberalen bemächtigt und mit wackeligen Aussagen das alte Umfaller-Trauma der FDP aktiviert. "Wir oder die - wir sind besser", rüttelt Westerwelle die Partei auf. Er will Druck bei den Steuersenkungen machen - es hört sich eher trotzig als überzeugend an.

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