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Neue OZ: Kommentar zu Tarife
Öffentlicher Dienst
ver.di
Warnstreiks

Osnabrück (ots) - Nicht schon wieder Ist es wieder so weit? Müssen sich die Bürger erneut darauf einstellen, dass sie wochenlang keine Betreuer für ihre Kinder haben, dass sie vergeblich auf Busse und Straßenbahnen warten und ihr Müll an den Straßen liegen bleibt? Die neuen Warnstreiks im öffentlichen Dienst wecken schlechte Erinnerungen: an wochenlange Proteste von Erzieherinnen und Erziehern im vergangenen Sommer - und vor allem an den Verhandlungsmarathon im Jahr 2008. Von Mitte Januar bis Ende März dauerte damals der Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst des Bundes und der Kommunen. Zahllose Protestaktionen begleiteten die Kontroverse. Vor einer Wiederholung sei gewarnt. Denn die wirtschaftliche Situation ist heute ungleich schlechter als 2008. Die Bundesrepublik steckt noch immer tief in der Krise. Das Land ist weit zurückgefallen, es muss alle Kräfte darauf konzentrieren, wieder aufzuholen. Beide Tarifparteien sollten sich deshalb bemühen, zu einer gütlichen Einigung zu kommen. Bisher lassen sie den Willen dazu leider vermissen. Stattdessen verharren sie in nervenden Ritualen und provozieren sich gegenseitig. Damit muss Schluss sein. Noch ist Zeit, eine Eskalation abzuwenden und Bürgern sowie Wirtschaft unnötige Härten zu ersparen. Dazu sollten beide Seiten ihre Vorstellungen konkretisieren. Und zwar rasch. Pressekontakt: Neue Osnabrücker Zeitung Redaktion Telefon: 0541/310 207 Original-Content von: Neue Osnabrücker Zeitung, übermittelt durch news aktuell

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