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Neue OZ: Kommentar zu Besuch von US-Vizepräsident Joe Biden in Polen

    Osnabrück (ots) - Alle Chancen gewahrt

    Die Polen haben US-Vizepräsident Joe Biden mit offenen Armen empfangen. Es hätte auch ganz anders kommen können. Denn der Verzicht der Regierung Obama auf die Stationierung des geplanten Raketenabwehrsystems auch in Polen hat dort einige Irritationen und Frustrationen ausgelöst.

    Die große Sorge: Washington und Moskau könnten auf politischen Schmusekurs gehen, und die Polen würden dann zwischen allen Stühlen sitzen. Solche Gedanken mögen sachlich unbegründet sein. Aber geschichtliche Erfahrungen haben eine eigene Brisanz. Und in Polen sitzt bekanntlich die Sorge vor Erpressungsversuchen des Kreml tief.

    Umso positiver, dass sich die polnische Regierung jetzt an der neuen amerikanischen Strategie beteiligen will. Ein politischer Riss zwischen Warschau und dem übrigen Westen konnte so vermieden werden. Und zugleich bleibt die Chance gewahrt, dass die USA und Russland unter den neuen Bedingungen bei der Raketenabwehr zusammenarbeiten. Dies wäre sinnvoll. Denn beide sind den möglichen Gefahren durch Schurkenstaaten gleichermaßen ausgesetzt.

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