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Neue OZ: Kommentar zu Fischer/BMW

    Osnabrück (ots) - Muss sich BMW bald einen neuen Werbeslogan zulegen? Wird "aus Freude am Fahren" schon bald "Freude am Sparen". Oder bleibt am Ende nur "Freude am Baren"? Joschka Fischers neues Engagement in der Automobilwirtschaft wirft eine Menge Fragen auf.

    Für BMW lohnt sich das Zusammenspiel in jedem Fall. Denn alle Autoproduzenten müssen angesichts des Klimawandels dringend umweltfreundlicher werden - je schneller, desto besser. Da kommt Fischer der BMW-Führung gerade recht. Sie setzt nicht nur auf Wissen und Erfahrung des früheren Ministers, sondern auch auf dessen Ruf als langjähriger Frontmann sowie Übervater der Grünen. BMW und ein Vorkämpfer des Umweltschutzes verbünden sich - das verheißt zumindest einen großen Imagegewinn.

    Und Fischer? Er setzt nur fort, was er seit Jahren tut: sich veränderten Lagen anzupassen. Seit Langem schon ist aus dem Straßenkämpfer und Sponti ein geachteter Realpolitiker geworden. Nun muss er allerdings aufpassen, dass er glaubwürdig bleibt und auf dem Marsch durch die Institutionen nicht doch noch vor die Wand läuft. Denn wenn er als Lobbyist den Öko-Kurs verlässt, bedeutet das irreparablen Schaden am Bild der zwar wendigen, aber erfolgreichen Leitfigur.

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