Neue Osnabrücker Zeitung

Neue OZ: Kommentar zu Gabriele Pauli

    Osnabrück (ots) - Im Abseits

    Geschlagen, aber nicht besiegt. Gabriele Pauli gibt sich am Tag nach der Schlappe der Freien Union vor dem Bundeswahlausschuss kämpferisch. Dessen Entscheidung, ihre Partei nicht zur Bundestagswahl zuzulassen, will sie nicht hinnehmen.

    Grund dafür mag sie haben, denn der Prüfvorgang war fragwürdig, der Wahlausschluss in dem Gremium sehr umstritten, wie die knappe Abstimmung beweist. Hadern sollte Pauli mit dem Gremium dennoch nicht, vielmehr ihm dankbar sein. Denn es liefert ihr Stoff für Legenden von politischer Behinderung, gar Verfolgung. Und erspart ihr gleichzeitig wohl eine schmerzhafte Quittung durch die Wähler am 27. September.

    Längst hat sich der einstige CSU-B-Promi, durch den Stoiber-Sturz kurzzeitig weit nach vorn katapultiert, ins Abseits manövriert - ohne fremdes Dazutun oder gar Ranküne, auch wenn sie das ganz anders sehen mag.

    Politische Kärrnerarbeit etwa als Abgeordnete der Freien Wähler im Bayerischen Landtag ist Paulis Sache eben nicht. Sie will den großen Wurf - stattdessen droht ihr der große Absturz. Mit ihrer Freien Union, deren Programm weitgehend aus der Person Pauli besteht, ist kein Staat zu machen. Längst fliegen intern die Fetzen, und es würde nicht überraschen, wenn bald auch die Vorsitzende fliegt. Aber dann gibt's vielleicht eine neue Partei.

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