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Neue OZ: Kommentar zu Konjunktur
Prognose

    Osnabrück (ots) - Stochern im Nebel

    Keine Frage, die aktuellen Aussichten der Wirtschaft sind trübe wie lange nicht. Auch stochern alle Politiker und Experten letztlich im Nebel. Denn niemand kann mit Sicherheit voraussagen, wann die Talsohle erreicht - und wichtiger noch - durchschritten ist.

    Umso positiver aber sollte der Verlauf des jüngsten Konjunkturgipfels im Kanzleramt gewertet werden. Trotz des bevorstehenden Wahlkampfs kein Parteienstreit, keine Polemiken, sondern Argumente und Analysen: So wird Vertrauen gewonnen.

    Union und Sozialdemokraten werden bei diesem zentralen Thema dem Sinn einer Großen Koalition voll gerecht. Gemeinsam suchen sie nach dem richtigen Weg, um aus der schweren Krise herauszukommen. Das ist tausendmal besser und verantwortungsbewusster, als zu versuchen, taktische Vorteile auf Kosten des Partners herauszuschlagen. Denn solche Tricks könnten Betriebe und Beschäftigte teuer zu stehen kommen.

    Auch rein inhaltlich ist der Verzicht auf ein drittes Konjunkturprogramm uneingeschränkt zu begrüßen. Zunächst müssen die ersten beiden Programme im Umfang von 80 Milliarden Euro voll umgesetzt werden. Sonst wird möglicherweise viel Geld zur falschen Zeit ausgegeben - Geld, das gepumpt werden müsste und so zur schweren Hypothek auch für die nächste Generation würde.

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