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Neue OZ: Kommentar zu Musik
Elbphilharmonie

    Osnabrück (ots) - Teures Prestige

    Kunst ist schön, Kunst ist teuer und manchmal auch teurer als geplant. Die Hamburger stoßen allerdings mit der Elbphilharmonie in Regionen vor, wo die Erklärungsnöte größer werden als die Millionenlöcher, die sich von Beginn an immer aufs Neue aufgetan haben. 500 Millionen Euro statt 77: Da dürfte auch der glühendste Befürworter des Prestigeobjekts allmählich skeptisch werden.

    Dennoch werden sich die Hamburger nicht vom spektakulären Bau in der Speicherstadt verabschieden. Zu lieb ist er den Verantwortlichen geworden, denn damit schließt die Hansestadt zur musikalischen Weltspitze auf. Außerdem wird die Politik nicht die privaten Geldgeber brüskieren, die sich zum Teil mit zweistelligen Millionenbeträgen am Konzerthaus beteiligen. Und schließlich wird seit anderthalb Jahren am Kaiserspeicher gebaut - zu lang, um das Ruder herumzureißen, ohne sich zum Gespött der Kulturwelt zu machen. Verantwortungsvolle Kulturpolitik aber sieht anders aus.

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