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Saarbrücker Zeitung: Bundesregierung will Landwirte beim Klimaschutz schonen - Verbraucher sollen sich "klimaschonend" ernähren

Saarbrücken (ots) - Die Bundesregierung will offenbar die Landwirte beim Klimaschutz schonen und fordert die Verbraucher auf, sich "klimaschonend" zu ernähren. Wie die "Saarbrücker Zeitung" (Donnerstagausgabe) berichtet, lehnt das Bundeslandwirtschaftsministerium weitgehende Maßnahmen zur Reduzierung der Treibhausgas-Emissionen in der Agrar- und Ernährungswirtschaft ab. Das geht aus einem Berichts-Entwurf über "den aktiven Klimaschutz der Agrar- und Ernährungswirtschaft" hervor, der der Zeitung vorliegt und der Ende September auf der Agrarministerkonferenz von Bund und Ländern in Meißen beraten werden soll. Darin heißt es, Klimaschutz-Maßnahmen seien "häufig mit Ertragseinbußen und Aufwandssteigerungen" verbunden. Deshalb müsse "Aktionismus" vermieden und Klimaschutz nur "mit großen Effekten und geringen Kosten" betrieben werden. Die Verbraucher könne sich "klimaschonend" ernähren, in dem er mehr pflanzliche und weniger tierische Produkte kaufe. Auch sollten laut Bericht Verbraucher mehr zu regionalen Lebensmitteln greifen und auf Tiefkühlkost verzichten. Nach wie vor müsse die Landwirtschaft hohe Erträge erzielen. "Es macht klimapolitisch keinen Sinn, wenn die Produktion in Deutschland reduziert wird und dafür in anderen Ländern entsprechend zunimmt", warnt das Ministerium. Die geringsten CO2-Emmissionen entstünden, wenn Landwirte auf Einhaltung der "guten fachlichen Praxis" achten würden. Für nicht umsetzbar wird die Einbindung landwirtschaftlicher Betriebe in den EU-Emissionshandel gehalten. Pressekontakt: Saarbrücker Zeitung Büro Berlin Telefon: 030/226 20 230 Original-Content von: Saarbrücker Zeitung, übermittelt durch news aktuell

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