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WAZ: Jugendsexualität - Pornos in der Pause - Leitartikel von Thomas Mader

    Essen (ots) - Liegt es daran, dass Pornografie ein Wirtschaftsfaktor ist, oder sind Politiker einfach nur gedankenlos? Technisch jedenfalls sollte es kein Problem sein, Pornoseiten im Internet für Jugendliche zu sperren. Nazi-Seiten kann man ja auch blockieren. Dass dennoch Pornoseiten für Kinder offen zugänglich sind, ist ein Skandal. Es ist natürlich weltfremd, die Jugend gänzlich von der Erwachsenenwelt fernhalten zu wollen. Das war auch vor der Erfindung des Handys und des Computers nicht machbar (und nicht sinnvoll). Aber es geht eben doch um die Quantität des Konsums - und um das Alter, in dem Kinder mit dieser kalten Sexualität konfrontiert werden. Den Lehrern kann man keinen Vorwurf machen, dass in der Pause Pornos zirkulieren. Sie werden hierbei nicht als Vertrauenspersonen wahrgenommen. Aber Eltern haben es durchaus in der Hand, ob sie ihr Kind mit einem Multimediagerät in die Schule schicken oder mit einem Telefon. Beide jedoch, Eltern und Lehrer, sind gefragt, das drängende Thema Pornografie offen anzusprechen und einzuordnen. Die Kinder tragen sich mit vielen Fragen.

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