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WAZ: Am Geld darf es nicht scheitern - Kommentar von zur Ganztagsstudie

Essen (ots) - Lehrer und Bildungsexperten wissen: Der Ganztagsunterricht ist pädagogisch sinnvoll, unterstützt Kinder in ihrem Lern- und Sozialverhalten, fördert die Integration und ermöglicht es, individuell auf Schüler einzugehen. Kurz: Das Modell verspricht mehr Chancengerechtigkeit. NRW hat daher den Ausbau der Ganztagsschulen vorangetrieben, fast eine halbe Milliarde Euro fließt hier allein in den Primarbereich.

Dennoch schöpfen viele Schulen das Potenzial des Ganztags nicht aus, wie es die Studie vorsichtig formuliert. Das Versprechen einer besseren Chancengerechtigkeit wird vielerorts nicht eingelöst, weil im Schulalltag statt Förderung oft nur Verwahrung übrig bleibt.

Mehr Geld, mehr Personal und einheitliche Regeln sind nötig, um aus einer guten Idee auch gute Praxis werden zu lassen. An den Kosten darf dies nicht scheitern. Großen Charme hat vor allem der Vorschlag, den Ganztag an fünf Tagen je acht Stunden kostenfrei anzubieten.

Das Modell sieht indes nicht vor, dass die Schüler die kompletten 40 Stunden in der Schule verbringen müssen, Anwesenheitspflicht besteht nur zu den Kernzeiten. Das bringt mehr Verbindlichkeit, aber auch die von vielen Eltern gewünschte Flexibilität ins System.

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