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WAZ: Noch viele offene Fragen bei RWE. Kommentar von Ulf Meinke zur RWE-Bilanz

Essen (ots) - Weniger Gewinn, weiterer Stellenabbau, ein schärferer Sparkurs - es bleiben harte Zeiten für RWE. Denn gerade das Kraftwerksgeschäft, das den nordrhein-westfälischen Energiekonzern über viele Jahre geprägt hat, befindet sich in einer Existenzkrise. Weitere Stilllegungen sind möglich. RWE entwickelt sogar Pläne, eingemottete Anlagen ins Ausland zu verkaufen. Schließlich seien in der Vergangenheit im Ruhrgebiet auch ganze Kokereien demontiert, ins Ausland verschifft und wieder aufgebaut worden, heißt es bei RWE. Nun also Kraftwerke? Auch wenn es sich bislang nur um Gedankenspiele handelt: Ihr Symbolcharakter ist enorm. Stück für Stück lässt sich die Zukunft von RWE etwas besser erahnen. Der Konzern wird aller Voraussicht nach deutlich kleiner sein als in der Vergangenheit, weniger Menschen Arbeit geben und den Anteilseignern kleinere Dividenden bescheren. Auch das gehört zur deutschen Energiewende. In weiten Teilen organisiert RWE-Chef Terium nun einen kontrollierten Schrumpfkurs. Spannend bleibt, ob es ihm auch gelingt, parallel neue ertragreiche Geschäfte aufzubauen. An dieser Stelle sind noch viele Fragen offen.

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