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WAZ: Ist die Umbenennung sinnvoll? Contra-Kommentar von Matthias Korfmann: Übertriebene Gerechtigkeit

Essen (ots) - Student oder Studierender? StudentInnen? Studentinnen und Studenten? Mit dieser Wortklauberei kann man/frau sich lange beschäftigen. Bis er/sie verzweifelt. Es kommt der Tag, an dem Rewe und Edeka "Studierendenfutter" in die Regale stellen (müssen). In einem Leitfaden zur Geschlechtergerechtigkeit der Uni Potsdam steht der Rat, die "vermännlichte Silbe man" zu meiden. Mannomann! Der Hang zur Neutralität lässt lustige Experimente mit der Sprache zu. Frau könnte laut Leitfaden schreiben: TeilnehmerInnen oder Teilnehmer_innen oder Teilnehmer*innen. Das wäre möglich, aber es mutet seltsam an. Die Zahl jener, die sich durch das Wort "Studentenwerk" herabgesetzt fühlen, ist wohl überschaubar. Die meisten dürften sagen: Ist mir doch egal, wie die heißen. Nichts gegen politische Korrektheit und Gerechtigkeitsstreben. Aber hier erreichen sie die Schwelle zum Absurden.

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