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WAZ: Grünen-Landeschef kritisiert Anti-Israel-Demo in Essen - "Linkspartei hat massiv gezündelt"

Essen (ots) - Die NRW-Grünen haben eine anti-israelische Kundgebung in Essen scharf kritisiert und geben der Linkspartei eine Mitschuld an Ausschreitungen. "Friedensdemos sind nicht friedlich, wenn Juden beschimpft werden und Synagogen in Gefahr sind", sagte Grünen-Landeschef Sven Lehmann der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ, Montagausgabe). Die Linkspartei trage Verantwortung für Krawalle bei dieser Kundgebung. "Sie hat mit ihrem einseitigen Aufruf massiv gezündelt. Die Geister, die sie rief, waren offenbar auch Antisemiten, Islamisten und Neonazis", sagte Lehmann der WAZ weiter. Die NRW-Grünen würden sich nur an Veranstaltungen zum eskalierenden Nahost-Konflikt beteiligen, "die Dialog und friedliche Lösungen zum Ziel haben". Am Freitag hatten in Essen rund 1000 Menschen gegen die Bombardierung des Gazastreifens durch Israel demonstriert. Der Protest wurde von der Jugendorganisation der Linkspartei organisiert. Die Polizei nahm 14 Personen fest, die möglicherweise einen Anschlag auf die Alte Synagoge in der Essener Innenstadt planten. Die NRW-Grünen kritisieren laut Lehmann zwar weiterhin die Siedlungspolitik und Bodenoffensive Israels, betonen aber zugleich das Selbstverteidigungsrecht des Landes gegen die palästinensische Hamas-Organisation.

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