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WAZ: Klischees von gestern - Kommentar von Sabine Brendel

    Essen (ots) - Männer wollen und müssen Karriere machen, eine Familie ernähren und brauchen fachliche Herausforderungen im Beruf. Frauen dagegen haben neben dem Job noch Verpflichtungen, verdienen "hinzu" und brauchen bei der Arbeit soziale Kontakte. Sträubt sich bei Ihnen auch alles, wenn Sie dies lesen? Dann sind Sie - traurig, aber wahr - eine Ausnahme. Denn diese Klischees herrschen in der vergleichsweise konservativen Wirtschaftswelt vor. Das ist kein Wunder. In den Führungsebenen werden Männer meist kaum von Frauen behelligt - Topmanagerinnen bleiben in Deutschland eine Seltenheit. Zudem arbeiten wesentlich mehr Frauen in Teilzeitjobs als Männer. Und: Auch in der Gesellschaft kursieren noch genug Klischees über Mann und Frau beziehungsweise Mädchen und Jungen. Es ist aber müßig, ständig darüber zu lamentieren. Das ändert nichts. Auf die Schnelle lässt sich an Klischees eh nicht rütteln. Da hilft nur eines: Frauen müssen Vorurteile links liegen lassen und unbeirrt ihren (Berufs-)Weg gehen. Gleiches gilt für die Männer: Denn nicht jeder will unbedingt Karriere machen.

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