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WAZ: Alles ist relativ - Kommentar von Wilfried Beiersdorf

    Essen (ots) - Der Benzinpreis steigt. Und die Mutter aller Autofahrer-Interessenvertreter findet das nicht gut. Vom ADAC erwartet man das auch, das ist sein Job. Doch was auffällt: Die Kritik kommt sehr moderat, nahezu unaufgeregt daher. Kein Aufschrei, keine "Benzinwut"-Schnauberei wie damals, als der Spritpreis schon einmal bei gut 1,20 Euro lag. Bei näherem Hinsehen gibt es an den aktuellen Tankstellenpreisen auch kaum etwas zu kritisieren. Sie halten weitgehend Schritt mit den Einkaufspreisen der Tankstellenbetreiber. Denn nicht so sehr der Rohölpreis, sondern die Preise für Fertigprodukte - wie Benzin oder Diesel - sind entscheidend für die Kalkulation der Spritanbieter. Und da hat sich in den vergangenen Wochen relativ wenig bewegt. Dass viele Autofahrer und damit auch ihr Lobbyverband relativ gelassen auf die aktuellen Preise reagieren, hat aber auch einen anderen, ganz einfachen Grund: Alle haben noch die Horrorpreise von fast 1,60 Euro vor Augen, die der Liter Sprit im Sommer 2008 kostete. Dann doch lieber für 1,20 Euro tanken.

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