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WAZ: IG Metall: 98 Prozent der Opelaner in Bochum erhalten mehr Lohn

Essen (ots) - IG Metall und Opel-Betriebsrat dementieren, dass es im Bochumer Werk wegen der Krise eine Nullrunde gebe, wie die "Bild" berichtete. "98 Prozent der Beschäftigten profitieren vom Tarifabschluss", sagte Ulrike Kleinebrahm, IG-Metall-Chefin in Bochum, der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ, Samstagausgabe). Die Falschmeldung fuße auf der "Zukunftsvereinbarung" für das Bochumer Werk. Die besagt, dass von 2005 bis 2010 Tariferhöhungen auf übertarifliche Löhne angerechnet werden. Doch seien die meisten Opelaner bereits beim Normaltarif angekommen. Betriebsratsvorsitzender Rainer Einenkel sagte der WAZ, in Bochum gebe es 14 Entgeltgruppen. Fünf davon würden noch leicht über Tarif bezahlt. Bei diesen Beschäftigten werde eine Anrechnung erfolgen. Für die verbleibenden neun Entgeltgruppen gelte der Tarifvertrag und damit auch die Lohnerhöhung von 4,2 Prozent in zwei Schritten. Die Forderung des Opel-Managements nach einer Nullrunde ist trotzdem noch nicht vom Tisch. Der schwer angeschlagene Mutterkonzern General Motors (GM) verlangt für sein Europageschäft Einsparungen von 750 Millionen Dollar. In allen Werken wird es darüber Gespräche zwischen Geschäftsführungen und Betriebsräten geben, in Bochum finden laut Einenkel kommende Woche die ersten Gespräche statt. Um die Löhne soll es laut dabei laut Kleinebrahm aber nicht gehen. "Bisher ist niemand aus der Opel-Führung mit dieser Forderung an uns herangetreten." Pressekontakt: Westdeutsche Allgemeine Zeitung Zentralredaktion Telefon: 0201 / 804-2727 zentralredaktion@waz.de Original-Content von: Westdeutsche Allgemeine Zeitung, übermittelt durch news aktuell

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