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WAZ: Es geht nicht um Ballack. Kommentar von Hans-Josef Justen

    Essen (ots) - Ort und Datum sind geheime Komandosache. Irgendwann werden sich Joachim Löw und Michael Ballack irgendwo in Deutschland treffen, um auszuräumen, was der aufmüpfige Star angerichtet hat. Ob eine kleinlaute Entschuldigung reicht, um dem Rausschmiss aus der Nationalmannschaft oder zumindest der Absetzung als Kapitän zu entgehen, ist jedoch gar nicht vorrangig von Belang. Denn es geht nicht allein um Ballack, sondern um den offenkundigen Spalt zwischen dem Bundestrainer und Ballack und Frings und Kuranyi, um einen Konflikt zwischen den Arrivierten und den nachdrängenden Jung-Stars in der DFB-Auslese und um die Autorität von Jochim Löw. Der kann und darf es sich nicht gefallen lassen, dass egoistisches Anspruchsdenken einzelner Diven den kollektiven Erfolg der Mannschaft gefährdet. Sondern er muss ohne Wenn und Aber auf strenge Einhaltung kollegialer Rücksichtnahme beharren. Der liebe Herr Löw muss böse werden. Sonst tanzt ihm die Ballack-Fraktion auf der Nase herum.

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