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WAZ: Keine Ausrede für Kommunen. Kommentar von Christoph Meinerz

    Essen (ots) - Wenn der Bund der Steuerzahler alljährlich die teuersten Städte bei den Gebühren für Abwasser und Müll an den Pranger stellt, schallt aus den Amtsstuben der Betroffenen reflexartig der Ruf, dies sei ein Äpfel-mit-Birnen-Vergleich. Weil jede Kommune bei der Müll- wie der Abwasserentsorgung mit unterschiedlichen Bedingungen zu kämpfen hat. Das stimmt, aber trotzdem hinkt nicht jeder Vergleich. Das zeigt etwa die aktuelle Diskussion um die Verwertung des Altpapiers. Bürgerfreundliche Kommunen haben frühzeitig erkannt, dass sich hier zum Wohl der Einwohner Geld einsammeln lässt. Andere haben die Abholung des Wertstoffs direkt an den Haustüren bisher schlicht verpennt. Dort ist es Aufgabe der Kommunalpolitiker, den Oberen in der Stadtverwaltung schleunigst auf die Finger zu hauen. Dass Energie- und sonstige Lebenshaltungskosten explosionsartig steigen, müsste Kommunen ein zusätzlicher Ansporn sein, Bürgern so wenig Gebühren wie nötig aufzubürden. Schwindet die Kaufkraft, leidet die ganze Stadt.

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