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WAZ: Schulpolitik bleibt Risiko. Kommentar von Christoph Meinerz

Essen (ots) - Als NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers die ehemalige Grundschullehrerin Barbara Sommer als Schulministerin in sein Kabinett holte, bezeichnete er diese Entscheidung selbst als "ein Risiko". Die fünffache Mutter hat zwar ein CDU-Parteibuch, kam aber ohne große politische Erfahrung ins Amt. Die Folgen kratzen mittlerweile auch am Image des Regierungschefs. Ausgerechnet eines der publikumswirksamsten Ressorts zählt zu den Ministerien, das in der Pannenstatistik weit oben steht. Von Beginn an war klar, dass die Schulministerin in ein besonderes Korsett gesteckt werden musste: in Form eines klugen, sie eng umgebenden Beraterkreises, der sie stützt und schützt. Das wochenlange Theater um das Zentral-Abitur hat Rüttgers schmerzlich vor Augen geführt, dass einige Stangen dieses Korsetts wohl brüchig geworden sind. Die Trägerin selbst mag er nicht ablösen, deshalb muss ihr Sprecher gehen, sobald ein Nachfolger für ihn gefunden worden ist. Egal, wie stark Sommers nächste Stütze sein wird, Regierungschef Rüttgers weiß genau: Im Kern bleibt die Schulpolitik ein Risiko. Pressekontakt: Westdeutsche Allgemeine Zeitung Zentralredaktion Telefon: 0201 / 804-2727 zentralredaktion@waz.de Original-Content von: Westdeutsche Allgemeine Zeitung, übermittelt durch news aktuell

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