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Märkische Oderzeitung: zu Sterbehilfe

Frankfurt/Oder (ots) - Die Welt spielt uns ewige Jugend und eine absolute Planbarkeit des Lebens vor. Darin findet sich kein Platz für Schwäche, Krankheit, Schmerz und den Tod. Das zeigt auch die Diskussion um die Sterbebegleitung. Bei dem hochsensiblen Thema wird die private Entscheidung eines Menschen einer Art Moral-Lobbyismus unterworfen. Es steht aber niemandem zu, vorschreiben zu wollen, wie man zu sterben hat. Der Arzt soll den Sterbenden, den Sterbenskranken in den Tod begleiten, ihm die Schmerzen nehmen, ja. Wenn er sich aber zum Sterbehelfer degradieren lässt, widerspricht dies dem hippokratischen Eid. Statt über Modelle für assistierten Suizid zu debattieren, soll der Ausbau der Hospize und der Palliativvorsorge aktiv angegangen werden, damit schwer kranke Menschen ihre letzten Tage in Würde erleben dürfen. Der Gesetzesentwurf ist der erste Schritt. Denn wir dürfen nicht vergessen: Der Zustand einer Gesellschaft wird an ihrem Umgang mit Kranken und Sterbenden sichtbar. Und an uns liegt es, in welcher wir leben wollen.

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