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Märkische Oderzeitung: Kommentarauszug zum Zustand der FDP

Frankfurt/Oder (ots) - Die FDP hat, weil sich alles am Parteichef orientiert, den Übergang von der flott formulierenden Oppositions- zur gestaltenden Regierungspartei nicht geschafft. Genauso wenig packt die Nummer Eins den Spagat zwischen profilierendem Parteichef und staatsmännischem Außenminister. Daran ist schon Hans-Dietrich Genscher gescheitert und hat das Amt des FDP-Vorsitzenden rechtzeitig an Otto Graf Lambsdorff abgegeben - um selbst zur FDP-Ikone zu wachsen. Noch ist, weil Westerwelle alle potenziellen Rivalen nach und nach vertrieb, in der FDP kein gefährlicher Konkurrent für ihn zu sehen. Deshalb gibt es ein Zeitfenster, in dem er diese Trennung der Ämter so vollziehen und selbst arrangieren kann, dass seine Macht in der Partei eher gestärkt als geschwächt wird. Die Alternative wäre der Versuch, die Probleme auszusitzen, statt sie zu lösen. Doch dies wird nicht funktionieren, sondern könnte Westerwelles politisches Ende einläuten.

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