Bayerische Landesärztekammer

Bild des Arztes

München (ots) - "Sind wir auf dem Weg vom Heiler zum Gesundheitsmanager?" fragt Dr. H. Hellmut Koch, Präsident der Bayerischen Landesärztekammer (BLÄK), zum Auftakt des 66. Bayerischen Ärztetages, der vom 10. bis 12. Oktober in Würzburg stattfindet. Das Bild des Arztes habe sich, abhängig vom sozialen und kulturhistorischen Kontext der jeweiligen Epoche, seit der Antike vielfach gewandelt. Mitte des 19. Jahrhunderts trat die technische Komponente in den Vordergrund, die Heilkunde wurde zur medizinischen Wissenschaft. Deren Errungenschaften und Fortschritte prägten unser ganzes "modernes" Leben. Heute laste ein immenser ökonomischer Druck auf dem ärztlichen Alltag. "Der Dienst am Kranken und das vertrauensvolle Gespräch mit ihm leiden zunehmend unter wirtschaftlichen Zwängen. Zudem durchdringt das Recht die Medizin in einer lntensität, die historisch kein Vorbild besitzt", so Koch weiter. Dabei drohe der Verlust der Vertrauensbasis zwischen Arzt und Patient und schließlich eine Entwicklung hin zur Defensivmedizin.

Grund genug also das aktuelle Arztbild, seine historische Entwicklung und Erwartungen für die Zukunft auf der Eröffnungsveranstaltung des Bayerischen Ärztetages im Congress Centrum Würzburg zu reflektieren. Was ist die Quelle des herausragend guten Images der Ärzte in der Bevölkerung? Die Allensbacher Berufsprestige-Skala 2008 wird von den Ärzten mit großem Abstand vor den Pfarrern angeführt.

Obrigkeitliche Maßnahmen zur Strukturierung der Ausbildungs-, Zulassungs- und Niederlassungsverfahren im Arztberuf, Differenzierungen und Spezialisierungen in der ärztlichen Leistungsstruktur, Aspekte der Freiberuflichkeit der ärztlichen Berufsausübung, der Funktionszuwachs in Gesundheitserziehung und Prävention und die Abgrenzung des Arztberufs von anderen Gesundheits-Professionen seien nur einige der Themenfelder, die bis in die heutige Zeit hinein das Erscheinungsbild des Arztes in der Publizistik und damit in der Politik und in der Öffentlichkeit wesentlich prägen.

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