Banken der Automobilwirtschaft (BDA)

Autobanken stark in schwachem Automarkt

Frankfurt am Main (ots) -

   - Forderungsbestand mit 86,1 Milliarden Euro im Jahr 2007 deutlich
     ausgebaut
   - Nachhaltiger Markterfolg mit Mobilitätspaketen 

Ausbau der Marktführerschaft durch überlegenes Leistungsspektrum

   - Mit 1,35 Millionen Neuverträgen den Marktanteil auf 64,3 Prozent
     gesteigert 

Die herstellerverbundenen Autobanken konnten im vergangenen Jahr ihre Marktführerschaft klar behaupten und sogar weiter ausbauen. In einem insgesamt rückläufigen Automarkt 2007 wurden rund 1,35 Millionen Neuwagen für 29,4 Milliarden Euro (+2,9 Prozent) über die Autobanken geleast oder finanziert. Damit bauten sie ihren Marktanteil erneut um 2,4 Prozent auf nunmehr 64,3 Prozent aller finanzierten oder geleasten Neufahrzeuge in Deutschland aus. Insgesamt steigerten die Autobanken ihre Bestandsumme auf 86,1 Milliarden Euro. Dies entspricht einem Wertzuwachs von 5,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr und trotzt damit der Entwicklung des Gesamtmarkts. Diese Zahlen stellte der Arbeitskreis der Autobanken (AKA) auf seiner heutigen Jahres-Pressekonferenz vor.

Geschäftsmodell der Autobanken überlegen im Markt

In einem durchwachsenen Jahr für die deutsche Automobilbranche brachten die Autobanken der Hersteller rund zwei Millionen Neu- und Gebrauchtfahrzeuge durch ihre verschiedenen Finanzierungs- und Leasingmodelle auf deutsche Straßen. Dabei zeigte sich eine deutliche Verschiebung hin zu den Restwertprodukten der herstellerverbundenen Autobanken. Während die Anzahl der Leasingverträge mit 824.000 Stück um 11,3 Prozent anstieg, ging die Zahl der abgeschlossenen Finanzierungsverträge um 12,3 Prozent auf rund 1,17 Millionen Einheiten zurück. "Insbesondere bei Privatkunden ging der Trend im vergangenen Jahr verstärkt zum Nutzen statt Besitzen", erläutert Karl Strom, Sprecher des Arbeitskreises der Autobanken (AKA). "Ein Plus von 25,2 Prozent im Bereich Privatleasing unterstreicht, dass Leasing heute bei weitem nicht mehr nur für gewerbliche Kunden interessant ist", führt Strom fort. Insgesamt wurden durch die Autobanken im vergangenen Jahr Fahrzeuge im Wert von 17,7 Milliarden Euro finanziert und im Wert von über 19,8 Milliarden Euro verleast. Diese Zahlen entsprechen einem Wertzuwachs von 1,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

"Die herstellerverbundenen Autobanken konnten durch ihre diversifizierte Produktpalette auch bei veränderten Kundenbedürfnissen die passenden Angebote schnüren", so Strom. "Das spezifische Geschäftsmodell der Autobanken und ihr breites Leistungsspektrum begründen erneut die Überlegenheit der Autobanken im Markt." Dies unterstreichen auch die hohen Finanzierungsvolumina: Die Bestandssumme aus Forderungen, die sich aus den Finanzdienstleistungen der herstellerverbundenen Autobanken ergeben, stieg im vergangenen Jahr um 5,6 Prozent auf 86,1 Milliarden Euro. Darunter sind Forderungen von 37,1 Milliarden Euro aus Finanzierungs- und 37,0 Milliarden Euro aus Leasingverträgen sowie rund 12,0 Milliarden Euro aus Händlerfinanzierungen.

Mehr als zwei Millionen Serviceverträge abgesetzt

Anhaltend gefragt waren im Jahr 2007 die maßgeschneiderten Paketlösungen der Autobanken, die günstige Finanzierungs- und Leasingangebote mit zahlreichen, jeweils an den Kundenwünschen ausgerichteten Service- und Versicherungsleistungen rund ums Auto kombinieren. Im vergangenen Jahr schlossen die Kunden der herstellerverbundenen Autobanken über zwei Millionen Serviceverträge ab. Damit kommen auf jeden Finanzdienstleistungsvertrag aktuell 1,5 Serviceverträge. "Dieser konstante Markterfolg der Paketangebote verdeutlicht, dass die eigene Mobilität für Kunden heute sowohl unkompliziert als auch finanziell planbar sein muss" erklärt Dr. Heinz-Peter Renkel, ebenso Sprecher des Arbeitskreises der Autobanken (AKA). "Diese Bedürfnisse werden durch die Paketlösungen der Autobanken optimal bedient. Sie haben den Markt für automobile Finanzdienstleistungen seit ihrer Einführung vor zwei Jahren revolutioniert und sind heute nicht mehr wegzudenken", resümiert Dr. Renkel.

Leichte Erholung des Automarkts 2008

Nach einem ersten Aufwärtstrend bei Pkw-Neuzulassungen im ersten Quartal des Jahres wird sich der deutsche Automobilmarkt aktuellen Prognosen zufolge 2008 auch insgesamt leicht erholen. Hierfür spricht unter anderem das freundlichere gesamtwirtschaftliche Klima. Nicht zuletzt haben viele Bundesbürger die Anschaffung eines neuen Fahrzeugs aufgrund der unsicheren wirtschaftlichen Entwicklung hinausgezögert. In der Folge beträgt das Durchschnittsalter der Fahrzeuge auf Deutschlands Straßen mittlerweile durchschnittlich 8,6 Jahre. "Wir gehen insgesamt von einer leicht positiven Entwicklung für den Automobilmarkt aus", ist Karl Strom zuversichtlich. "Die herstellerverbundenen Autobanken sind sich als Marktführer ihrer Verpflichtung gegenüber Kunden, Herstellern und auch dem angeschlossenen Handel bewusst und werden der Automobilwirtschaft mit ihren Finanzdienstleistungen auch weiterhin als wichtiges Schwungrad dienen."

Hintergrund

Der "Arbeitskreis der Banken und Leasinggesellschaften der Automobilwirtschaft (AKA)" ist ein Zusammenschluss der namhaften herstellerverbundenen Finanzdienstleistungsgesellschaften (Banque PSA Finance, BMW Financial Services, Fiat Bank, Ford Financial, GMAC Bank, Honda Bank, Mercedes-Benz Bank, MKG Bank, RCI Banque, Toyota Financial Services, Volkswagen Financial Services und Volvo Auto Bank). Mit dem gemeinsamen Selbstverständnis "Mobilität in Partnerschaft" diskutiert man betriebswirtschaftliche, steuerliche und rechtliche Themen. Die zwölf Mitglieder des AKA sind mit einem Marktanteil von über 64 Prozent im Neuwagen- und 50 Prozent im Gebrauchtwagenbereich Marktführer für automobile Finanzdienstleistung in Deutschland. Derzeit vertrauen ihnen über neun Millionen Kunden die Finanzierung ihrer Automobilität an. Die im AKA organisierten Institute repräsentieren 39 Automobilmarken und beschäftigen bundesweit insgesamt rund 9.000 Mitarbeiter. Weitere Informationen finden Sie unter www.autobanken.de

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