Deutscher Feuerwehrverband e. V. (DFV)

Weltfeuerwehrverband CTIF tagte in Leipzig
De Maizière: EU-eigene Katastrophenschutzeinheiten nicht erforderlich

Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière gemeinsam mit CTIF-Präsident Walter Egger.

Berlin (ots) - Anlässlich des 28. Deutschen Feuerwehrtages und der Feuerwehr-Fachmesse "Interschutz" trafen sich die Delegierten der Internationalen Vereinigung des Feuerwehr- und Rettungsdienstes (CTIF) in Leipzig zu ihrer turnusmäßigen Delegiertenversammlung. Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière richtete ein Grußwort an die Vertreter der nationalen Feuerwehrverbände, in dem er die Solidarität der Feuerwehren - hier besonders der ehrenamtlichen Kräfte - hervorhob. Die Notwendigkeit von EU-eigenen Einheiten lehnte er rigoros ab. Auch der amtierende CTIF-Präsident Walter Egger aus der Schweiz mahnte in seiner Eröffnungsrede ein Mitsprache- und -mitbestimmungsrecht bei Feuerwehrbetreffenden Beschlüssen und Entscheidungen der EU-Organe an. Egger zur Präsenz des CTIF in Leipzig: "Wir sind selbstverständlich auf dem Deutschen Feuerwehrtag vertreten, weil das CTIF ein wichtiger Bestandteil im Europäischen Sicherheitsnetz ist. Die Teilnahme ist aber nicht nur ein Muss, sondern eine Ehre." Die Versammlung nahm die Jahresberichte an, verabschie-dete Anpassungen ihrer Statuten und handelte umfangreiche Regularien ab. Als neues ordentliches Mitglied wurden die Vereinigten Arabischen Emirate in die Gemeinschaft aufgenommen. Der CTIF vertritt mehr als 40 Mitgliedsländer aus fast allen Kontinenten und repräsentiert das internationale Interesse von etwa 300.000 hauptberuflichen und weiteren sechs Millionen freiwilligen Feuerwehrangehörigen. Besonders aktiv möchte sich der CTIF für die feuerwehrtechnischen Belange in der EU einsetzen. "Es muss weiterhin unser Ziel sein, vermehrt und kompe-tent bei Entscheidungsfindungen, die das Europäische Feuerwehrwesen betreffen, mitzureden und mit zu entscheiden", gab Egger die Zielrichtung vor. Deshalb hat sich sein Verband in Zusammenarbeit mit anderen Organisationen bereits zur Mitbeteiligung an zwei verschiedenen EU-Projekten beworben. Auch die Tätigkeit der neu gegründeten Arbeitsgruppe "Training und Ausbildung im Feuerwehrwe-sen" mit Teilnehmern aus neun Nationen zielt auf die Europäische Vereinheitlichung ab. Wie groß das Interesse an der Internationalen Zusammenarbeit im CTIF ist, zeigte die von der Kommission "Ärztlicher Dienst bei den Feuerwehren" organisierte Internationale Konferenz in St. Petersburg, an der Vertreter aus 13 Natio-nen teilnahmen. "Die grenzüberschreitende Hilfeleistung war noch nie so wichtig und aktuell wie heute. In der jüngsten Vergangenheit haben die Schadensereig-nisse immer größere Dimensionen angenommen", erklärte Egger mit Blickrich-tung auf Tsunami, Erdbeben und Erdölkatastrophen mit immer verheerenderen Folgen, und schloss: "Da ist es wichtig, dass wir Hilfeleistenden die gleiche Spra-che sprechen - also grenzüberschreitend miteinander kommunizieren, Erfahrungen austauschen und die Kompatibilität auf verschiedensten Gebieten sicherstellen." Eine Bestätigung der Arbeit ist, dass die Kommissionen für Gefährliche Güter und Brandschutz in Flughäfen auch auf internationaler Ebene bei Fachfragen von Entscheidern konsultiert werden. Die sich anschließenden Berichte der Kommissionen und Arbeitsgruppen stellten das breite Arbeitsspektrum des Weltfeuerwehrverbandes vor und gaben einen Ausblick auf geplante Aktivitäten. Die nächste Delegiertenversammlung wird 2011 in Bergen (Norwegen) stattfinden. Die internationale Feuerwehrolym-piade nach den Regularien des CTIF werden im Jahr 2013 in Trentin (Italien) ausgerichtet werden.

(Tom Reher/Günter Fenchel)

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