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Stuttgarter Zeitung: Philosoph Gerhardt warnt vor "Geschäft mit Sterbehilfe"

Stuttgart (ots)

Der an der Berliner Humboldt-Universität
lehrende Philosoph Volker Gerhardt hat in der Stuttgarter Zeitung 
(Samstagsausgabe) eine scharfe Replik gegen einen Beitrag seines 
Berufskollegen Robert Spaemann verfasst. Spaemann hatte sich  am 26. 
Oktober in der Stuttgarter Zeitung äußerst kritisch mit Sterbehilfe 
auseinandergesetzt und auf Deutschlands Nazi-Vergangenheit 
hingewiesen. Spaemann laufe "Amok", da er eine Liberalisierung der 
Sterbehilfe in Holland, Belgien und der Schweiz mit dem Nazi-Terror 
in Bezug setze, meint Gerhardt. Aber auch Gerhardt sieht die 
Etablierung des auf Sterbehilfe spezialisierten Vereins Dignitas in 
Hannover mit Skepsis. Gerhardt: "Hier wird in höchst fragwürdiger 
Weise ein Geschäft mit der aktiven Sterbehilfe vorbereitet. Alle 
Kundigen sind sich einig, dass es ein solches Geschäft mit dem 
Sterben nicht geben darf. Und  weil man das am besten dadurch 
verhindert, dass man die aktive Sterbehilfe erst gar nicht 
legalisiert, gibt es auch hier in Deutschland keine ernsthafte 
Stimme, die ihre Zulassung fordert." Ärztekammern, Juristentage und 
Parteien seien sich hier einig. Es könne daher nur darum gehen, die 
passive Sterbehilfe "vom Verdacht des Gesetzesbruchs zu befreien". 
"Wenn Ärzte die Möglichkeit und unter Umständen auch die Pflicht 
haben sollen, einen klar und eindeutig geäußerten Patientenwillen zu 
befolgen, müssen sie vor Strafe sicher sein."

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Stuttgarter Zeitung
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Telefon: 0711-7205-428

Original-Content von: Stuttgarter Zeitung, übermittelt durch news aktuell

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