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Mitteldeutsche Zeitung: zu Dresden

Halle (ots) - Der Tag der deutschen Einheit ist für Dresden und Sachsen ein 4,2 Millionen Euro teures PR-Desaster geworden. Ein Jahr lang hat man sich auf die Feier vorbereitet, aber der bleibende Eindruck ist verheerend. Es war ein Desaster mit Ansage. Man hätte es verhindern können. Seit fast genau zwei Jahren vergiftet die fremdenfeindliche Pegida-Truppe das Klima und schürt Hass. Dresden und Sachsen haben das Thema schleifen lassen. Keine klare Kante, keine eindeutige Haltung. Der Dialog mit den Wutmenschen hat nie funktioniert. Wie reden mit Leuten, die schreien und gar nicht zuhören wollen? Ministerpräsident Stanislaw Tillich ist deutlich mehr Teil des Problems als der Lösung. Ihm fehlt Mut für den harten politischen Nahkampf.

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