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Mitteldeutsche Zeitung: zu Kretschmann

Halle (ots) - Kretschmanns Triumphe sind das Ergebnis einer perfekten Symbiose des Regierungschefs mit seinem Land. Der Ausflug des Katholiken ins kommunistische Milieu Anfang der 70er Jahre wirkt heute wie ein biografischer Unfall. Kretschmann ist im Auftreten und im Denken ein Liberal-Konservativer, eine unverwechselbare Persönlichkeit mit eigenwilliger Diktion - einer, der in kein Raster passt. Zwar entwickeln sich auch die Grünen insgesamt von einer realpolitischen zu einer superrealpolitischen Partei. Sie regieren in zehn Ländern, darunter in Sachsen-Anhalt mit der CDU, in Thüringen mit Linken und Sozialdemokraten, in Rheinland-Pfalz bald mit der FDP. Doch würden die Grünen Kretschmanns Positionen vollends übernehmen, drohte ihnen eine Verwandlung bis zur Unkenntlichkeit. Da schon die CDU und die SPD Identitätsprobleme haben, trüge den Schaden die gesamte Republik.

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