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Mitteldeutsche Zeitung: zu Griechenland

Halle (ots) - Die eigentliche Brisanz des Syriza-Erfolges liegt aus europäischer Sicht nicht in einer Gefahr für den Bestand des Euro, sondern in der absehbaren Stärkung linkspopulistischer, europakritischer Bewegungen in anderen Problemländern. Der Machtwechsel in Athen könnte eine politische Kräfteverschiebung in Südeuropa einleiten. Umso dringender wird es, die bisherige Rettungsstrategie zu überdenken. In Griechenland jedenfalls hat sich der sterile Austeritätskurs als Irrweg erwiesen. Das Land hat sich nicht gesund, sondern arm gespart. Der Erfolg der Neonazi-Partei Goldene Morgenröte, die als drittstärkste Kraft aus dieser Wahl hervorging, ist ein Warnsignal, das man in Europa nicht überhören darf.

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