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Neue OZ: Kommentar zu Tourismus

Osnabrück (ots) - Die kostbarsten Tage des Jahres

Frühbucherrabatte, Last-minute-Reisen, Schnäppchenpreise. Die Geiz-ist-geil-Mentalität ihrer Kunden hat den führenden Reiseveranstaltern lange Jahre nicht nur die Laune, sondern auch die Preise verdorben. Weil sie davon ausgegangen sind, dass sich Luxusreisen über ihre Vermarktungswege nicht an den solventen und exklusiven Kunden bringen lassen, hatten sie diesen Markt den kleinen Spezialanbietern überlassen.

Inzwischen haben aber auch die großen Player erkannt, dass das sogenannte Premiumsegment ein gewaltiger Wachstumsmarkt ist. Statt nur auf Masse, setzen sie seit einigen Jahren deshalb auch auf Klasse. Das Ergebnis der Analyse der Marktforscher, nach dem das Luxussegment deutlicher als der Gesamtmarkt wächst, gibt ihnen recht. Längst sind es nicht mehr nur die viel zitierten "Best Ager", die sich teure Reisen gönnen. Für den größten Zuwachs sorgen inzwischen die 40- bis 50-Jährigen. Auch immer mehr Jüngere, gut ausgebildete und viel arbeitende, setzen im Urlaub auf Qualität und scheuen keine Kosten. Der Trend gilt aber auch für Familien: Doppelverdiener zum Beispiel, die im Urlaub nicht auf den Cent achten müssen. 5000 Euro für eine Woche Urlaub sollen für diese Kunden nichts Ungewöhnliches sein.

Dem Spruch von den kostbarsten Tagen des Jahres gibt diese Entwicklung eine ganz neue Bedeutung. Gleichzeitig bestätigt sie den von der Schere, die sich immer weiter öffnet.

Waltraud Messmann

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