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Mitteldeutsche Zeitung: zu Pegida/Gabriel

Halle (ots) - Ein Parteichef ist nie rein privat im öffentlichen Raum unterwegs. Sein Auftauchen bei den Pegida-Leuten ist ein Signal. Genauso war es gedacht: Seht her. Wir haben Verständnis für Eure Sorgen! Das Ergebnis ist verheerend: Am selben Wochenende, an dem seine Generalsekretärin eindrücklich von Hass und Hetze berichtet, die Migranten im aufgeheizten Klima der Pegida-Proteste erleben, macht der SPD-Chef die Bewegung gesellschaftsfähig. Weshalb sollten nun noch Genossen in der Kälte bei Gegendemos stehen. Aber Menschen, die schwarz-rot-gold lackierten Kreuzen hinterherrennen und zwielichten Rednern zujubeln, sind keine Kinder. Es sind Erwachsene, die für Sprüche und Hass-Mails selbst verantwortlich sind. So hat sie CDU-Kanzlerin Angela Merkel in ihrer Neujahrsrede angesprochen. Es entbehrt nicht bitterer Ironie, dass ausgerechnet ein SPD-Chef diese Botschaft nun verwischt.

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