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Mitteldeutsche Zeitung: Bundeswehr Wehrbeauftragter fordert mehr Rückhalt für Truppe

Halle (ots) - Der Wehrbeauftragte des Bundestages, Hellmut Königshaus (FDP), hat vor dem morgigen Gelöbnis gegenüber dem Reichstag aus Anlass des 20. Juli den Rückhalt der Gesellschaft für die Bundeswehr gefordert. "Die Soldatinnen und Soldaten müssen spüren, dass ihre Arbeit durch die deutsche Bevölkerung wertgeschätzt und anerkannt ist", sagte er der in Halle erscheinenden "Mitteldeutschen Zeitung" (Montag-Ausgabe). "Ich bin stolz auf unsere Truppe und wünsche mir, dass auch die Personen, die nicht voll hinter dem politischen Auftrag unserer Bundeswehr stehen, doch zumindest die Leistung und den Mut unserer Soldatinnen und Soldaten anerkennen und respektieren." Sie leisteten "für ihr Land oft fern ab von ihrem zu Hause und ihren Familien und Angehörigen Großartiges. Dies verdient Anerkennung und Respekt von uns allen." Der SPD-Verteidigungsexperte Rainer Arnold erklärte der "Mitteldeutschen Zeitung" hingegen: "Ich halte es für falsch, wenn immer wieder gesagt wird, die Bundeswehr habe keinen Rückhalt in der Gesellschaft. Das ist nur gefühlt und durch die Demoskopie nicht unterlegt." Kritik an einzelnen Auslandseinsätzen sei ja keine Kritik an den Soldaten. Arnold warnte: "Sollten welche meinen, das Ansehen müsse wie in Amerika einer Heroisierung gleichen, dann wäre das der falsche Weg." Er selbst bezeuge seinen Respekt dadurch, dass er für gute materielle und soziale Rahmenbedingungen der Truppe sorge. Der ehemalige Wehrbeauftragte Reinhold Robbe (SPD) hatte in der vorigen Woche einen runden Tisch "Solidarität mit Soldaten" gegründet. Es ist anders als Arnold der Meinung, dass es an Rückhalt fehlt.

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