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Mitteldeutsche Zeitung: Bundespräsidentschaft SPD-Bundestagsfraktionsvize Heil sieht Wulffs Nominierung als Niederlage für Merkel

Halle (ots) - Nach Ansicht des stellvertretenden Vorsitzenden der SPD-Bundestagsfraktion, Hubertus Heil, bedeutet die Nominierung des niedersächsischen Ministerpräsidenten Christian Wulff (CDU) für das Amt des Bundespräsidenten eine schwere Niederlage für Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). "Es ist schon kurios, dass Merkel jetzt einen Kandidaten gegen ihren Willen von den eigenen Leuten aufgedrückt bekommt", sagte Heil der "Mitteldeutschen Zeitung" (Freitagsausgabe). Die Kanzlerin habe damit "zum zweiten mal innerhalb kürzester Zeit bewiesen, dass sie schwierigen Situationen nicht gewachsen ist", sagte der SPD-Politiker weiter. Nach dem angekündigten Rückzug des hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch handele es sich bei Wulffs Nominierung "um die Rache des Andenpakts an Merkel". Als Andenpakt wird ein informeller Kreis einst aufstrebender CDU-Politiker bezeichnet, zu denen neben Koch und Wulff auch der saarländische Ministerpräsident Peter Müller und EU-Kommissar Günther Oettinger gezählt werden.

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