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Mitteldeutsche Zeitung: zu deutscher Einheit

    Halle (ots) - Man sollte den 3. Oktober abschaffen. Politiker sähen sich dann nicht mehr gezwungen, eine Bilanz zur deutschen Einheit vorzulegen. Uns bliebe in diesem Fall zwar die Erkenntnis verwehrt, dass die Einheit zu zwei Dritteln erreicht ist. Wir müssten aber auch nicht mehr in uns gehen, ob die 66,66 Prozent des Aufbau-Ost-Ministers mit unseren Erfahrungen übereinstimmen. 2009 wird - anders als die Bilanz des Ministers - viel erzählen über die Einheit und das Deutschland von heute. Es wird ein schwieriges Jahr werden. 20 Jahre ist dann der Mauerfall her, vor 60 wurden Bundesrepublik und DDR gegründet. Anlass genug, darüber zu debattieren, wer wie viel Anteil hat am historischen Rückbau in Berlins Mitte. Doch 2009 ist Erinnerungs- und Wahlkampfjahr zugleich. Das ist das Schlimmste, was dem Mauerfall-Jubiläum passieren konnte.

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