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Lausitzer Rundschau: Neues von den Querelen um Bundesbanker Sarrazin
Zum Abschuss freigegeben

    Cottbus (ots) - Wie bitte? Die ach so seriösen Bundesbanker haben ihren lieben Kollegen Thilo Sarrazin mit seinem Interview bewusst ins öffentliche Messer laufen lassen? Gewiss, wenn dem so sein sollte, ändert das nichts daran, dass Sarrazins Thesen über Türken und Araber krude und unwürdig sind. Aber damit würde sich auch bestätigen: In der von den Deutschen nach wie vor hoch geachteten Institution Bundesbank tobt ein schmieriger Machtkampf. Von Anfang an wollte der anerkannte Bundesbank-Chef Axel Weber den ehemaligen Berliner Finanzsenator nicht im Vorstand haben. Aus gutem Grund: Wegen seiner munteren Sprünge in verbale Fettnäpfchen, aber auch wegen fehlenden Fachwissens. Es riecht jetzt übel danach, dass man dem SPD-Mann zum Abschuss durch Eigendemontage freigegeben hat. Das wiederum ist für die Bundesbank ebenfalls mehr als peinlich - von wegen erhaben und ehrwürdig. Der Ruf ist nun erst recht beschädigt. Damit sich so etwas nicht wiederholt, müssen sich einige grundlegende Dinge bei der Notenbank schleunigst ändern: Es ist absurd, dass Vorstände kaum wieder abberufen werden können, wenn sie einmal installiert wurden. Und noch grotesker ist es, dass die Posten oft als Versorgungsbonus für besondere Verdienste von der Politik vergeben werden. Schwarz-Gelb und die Länder sind gefordert. Jetzt allemal, wo doch die künftige Bundesregierung beschlossen hat, die Bundesbank zum zentralen Organ bei der Finanzaufsicht zu machen. Solche Schlammschlachten wie derzeit wären dann noch fataler.

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