Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM)

Allensbach-Umfrage zu Ausbildungs- und Arbeitsplatzchancen für gering qualifizierte Jugendliche
Unternehmer, Lehrer und Sozialarbeiter bemängeln Bildungs- und Motivationsdefizite bei Jugendlichen

Berlin (ots) - Gering qualifizierte Jugendliche haben in Deutschland schlechte Chancen, einen Job zu finden. Darin stimmen über 90 Prozent der vom Institut für Demoskopie Al-lensbach befragten Arbeitgeber, Sozialarbeiter und Lehrer überein. Befragt wurden 506 Arbeitgeber, Sozialarbeiter/-pädagogen und Lehrer an Haupt-, Mittel- und Förderschulen. Die Umfrage stellte die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) am Mittwoch in Berlin vor.

Arbeitgeber, Sozialarbeiter und Lehrer sind sich erstaunlich einig: Die Gründe für die schlechten Jobaussichten sehen sie vor allem in Motivations- und Persönlichkeitsdefiziten der gering qualifizierten Jugendlichen, die mit den gestiegenen Anforderungen auf dem Arbeitsmarkt nicht Schritt halten können. Drei Viertel der Befragten nannten die fehlende Leistungsbereitschaft der Jugendlichen, sowie Unpünktlichkeit und fehlendes Bewusstsein für Regeln als Einstellungshindernisse. Unternehmer (92 Prozent) bemängelten schlechte Grundfertigkeiten beim Rechnen und Schreiben, während Sozialarbeiter (89 %) und Lehrer (85 %) die niedrige Frustrationsschwelle als Haupthindernis für einen Ausbildungs- bzw. Arbeitsplatz ansahen.

Die Bereitschaft der Jugendlichen, von staatlicher Unterstützung zu leben, wird von Sozialarbeitern und Lehrern hoch eingeschätzt. Nur einem geringen Teil der Jugendlichen ist es wichtig, ihren Lebensunterhalt selbst zu verdienen, glauben Sozialarbeiter (12 %) und Lehrer (25 %).

Arbeitgeber (89 %), Sozialarbeiter (75 %) und Lehrer (71 %) sind unisono der Meinung, dass die Jugendlichen eine bessere schulische Qualifikation benötigen. Sie befürworten eine engere Zusammenarbeit von Betrieben und Schulen. Sozialarbeiter und Lehrer be-fürworten auch den Ausbau der sozialpädagogischen Betreuung.

Staatliche Lohnzuschüsse für gering qualifizierte Jugendliche werden von der Mehrheit der Befragten hingegen nicht als Allheilmittel gesehen. Immerhin 31 Prozent der kleinen Unternehmen mit bis zu 50 Mitarbeitern verspricht sich jedoch einen positiven Beschäftigungseffekt. "Am wichtigsten ist eine langfristige Qualifizierungsoffensive", sagt INSM Geschäftsführer Max A. Höfer, "ein Kombi-Lohn kann besonders in kleinen Betrieben neue Jobs für Geringqualifizierte schaffen". Starke Befürwortung von allen Seiten (zirka 60 Prozent) findet zudem der Vorschlag, staatliche Zuschüsse zu den Lohnkosten an Ausbildungsbetriebe zu zahlen.

Pressekontakt:

Max A. Höfer, Tel.: (0172) 9243939, E-Mail: hoefer@insm.de

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