Deutscher Bundesverband für Logopädie e.V.

Nicht nur deutschsprachige Kinder können unter Sprachentwicklungsstörungen leiden

Frechen (ots) - "Die Sprachentwicklung ist für die meisten Kinder eine leichte Übung", weiß Dr. Monika Rausch. Etwa 90 Prozent eines Jahrgangs hätten damit keinerlei nennenswerte Probleme, so die Präsidentin des Deutschen Bundesverbandes für Logopädie e.V.(dbl). "Bei etwa jedem zehnten Kind entwickeln sich jedoch behandlungsbedürftige Sprach-, Sprech- oder Stimmstörungen unterschiedlicher Art, bei Kindern mit Behinderungen können auch Schluckstörungen dazu kommen", so Rausch.

"Dabei spielt es keine Rolle, ob das Kind mit Deutsch oder mit einer anderen Sprache als Muttersprache aufwächst, oder ob es sogar mehrere Sprachen gleichzeitig lernt", so die Logopädin. "Hinsichtlich der in der Regel angeborenen Anfälligkeit für Sprachstörungen unterscheiden sich Kinder deutscher oder beispielsweise türkischer oder russischer Muttersprache nicht".

Insbesondere bei Kindern mit einem Migrationshintergrund komme es jedoch immer wieder vor, dass die Mehrsprachigkeit oder auch eventuelle soziale Probleme als Ursache für sprachlichen Auffälligkeiten gehalten, und die Kinder deshalb nicht zu einer Diagnostik beim Experten geschickt werden. Dies könne schwerwiegende Folgen für die weitere Sprachentwicklung und letztlich für den schulischen und beruflichen Erfolg dieser Kinder haben", warnt die dbl-Präsidentin.

"Deshalb ist es besonders wichtig, bei Sprachauffälligkeiten nicht-deutschsprachiger oder mehrsprachiger Kinder genau zu überprüfen, ob eine behandlungsbedürftige Störung vorliegt", betont Rausch.

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