Deutscher Kinderschutzbund e.V.

Deutscher Kinderschutzbund Bundesverband e.V. gegen geplante Kürzungen beim Elterngeld und in der Bildung

Berlin (ots) - Der Deutsche Kinderschutzbund e.V. kritisiert die Sparpläne von Bundesfamilienministerin Kristina Schröder aufs Schärfste. "Es ist vollkommen falsch, ausgerechnet auf Kosten von Kindern und somit der Zukunft unseres Landes zu sparen", so DKSB-Präsident Heinz Hilgers im Hinblick auf die "Sparklausur" der Bundesregierung in Meseberg am kommenden Wochenende.

"Die von der Bundesregierung ins Spiel gebrachten Kürzungen beim Elterngeld sind sozial unausgewogen und ein politischer Rückschritt", argumentiert Hilgers. Schröder hatte Kürzungen beim Elterngeld mit Ausnahme des Höchstsatzes von 1800 Euro angekündigt. Im Gespräch sind pauschale Kürzungen von 70 Euro. Der Präsident des DKSB dazu: "Eine pauschale Kürzung des Elterngeldes betrifft die Eltern, die den Mindestsatz oder ein niedriges Elterngeld erhalten in besonderer Weise. 70 Euro Kürzung von 300 Euro Mindestsatz sind viel Geld, das den Familien fehlt."

Der Präsident des Deutschen Kinderschutzbundes e.V. empfindet es als Skandal, dass zusätzlich bei der Bildung gespart werden soll: "Wir benötigen gut ausgestattete Schulen und Universitäten, um Kinder und junge Erwachsene zu fördern. Hier sparen führt auch zu einer ökonomischen Katastrophe. Im Gegenteil: Die Ganztagsangebote in Kindergärten und Schulen müssen dringend ausgeweitet werden. Nur so kann Chancengleichheit hergestellt werden."

Vor dem Hintergrund des gestern von Schröder vorgestellten 2. Familienreports und der ebenfalls gestern vorgestellten neuen World-Vision-Kinderstudie stehen die Sparvorhaben in einem besonders kritischen Licht. Schröder bewertet es positiv, dass die Kinderarmut nicht weiter angestiegen ist. Hilgers dazu: "Konstant 18 Prozent der Kinder in Armut ist kein Erfolg. Denn die World-Vision-Kinderstudie zeigt deutlich die zahlreichen Beeinträchtigungen von armen Kindern. Die Lösung kann nur sein, dass wir mehr Mittel für Bildung und Betreuung und eine Kindergrundsicherung brauchen, die allen Kindern die finanzielle Unterstützung bringt, die sie benötigen. Ich erwarte von der zuständigen Ministerin Schröder, für die Interessen der Kinder zu kämpfen statt im vorauseilenden Gehorsam zu kürzen." Der Deutsche Kinderschutzbund e.V. macht in seiner aktuellen Kampagne "KINDERARMUT Gemeinsam Barrieren überwinden." auf die Ausgrenzung von armen Kindern aufmerksam.

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Johanna Suwelack
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